Neues aus der Bananenrepublik

Zum einen sympathisiert unser Innenminister immer wieder gerne mit rechtsradikalen Ressentiments, zum anderen will er jetzt aber, dass die Unternehmen und die Politik vermehrt junge gut ausgebildete Akademiker aus Griechenland, Spanien, Polen etc. ins Land holen.

Dieser Mann erinnert ein bisschen an das Lied von Pipi Langstrumpf: Ich mach mir die Welt, wiede-wiede-wiesie mir gefällt… Ich hab ein Haus, ein Weibchen und ne Yacht…und jeder der es will, kriegt unser Einmaleins gelehrt…

Oder?

Wenn wir in die Natur schauen, können wir viel über unser eigenes Wesen lernen. Sie ist schön und hässlich zugleich. Die Vielfalt ist unendlich und so hat die Natur unzählige Überlebenstrategien entwickelt. Dennoch bleibt es, wie es ist: Der Stärkere frisst den Schwächeren. Das ist – wie es scheint – tatsächlich die grundsätzliche Devise des Lebens.

Friedrich scheint das als Prinzip verinnerlicht zu haben. Deutschland ist wieder stark. Doch statt Ländern wirklich zu helfen, die schwach sind, holt man sich von dort gerade diejenigen, die die einzige Hoffnung auf einen Neustart sind. Mit den Akademikern hat Friedrich Mitleid. Die Hilfsbedürftigen will er natürlich nicht. Die sind selber schuld.

Ich kann das, was da in Friedrich abgeht, aus Sicht der Natur intellektuell nachvollziehen. Der Begriff Evolution sagt mir auch was. Ich kann verstehen, dass Menschen, die nach unserem Wertesystem stark sind, Schwache verabscheuen. Ich kann sogar verstehen, dass Egoismus ein wesentlicher Bestandteil der Menschheit ist.

Was ich allerdings nicht verstehen kann: Warum begreifen wir nicht, dass wir ALLE im selben Boot sitzen und wir durch Ungleichgewicht erst das Boot zum Entern bringen?

Alle Menschen sind irgendwann auf Solidarität angewiesen. Nicht weil sie wollen, sondern weil es das Schicksal anscheinend für notwendig hält, uns alle Seiten der vielen Medaillen in Erfahrung zu bringen. Es geht los mit der Kindheit, in der wir anfangs vollkommen abhängig sind. Dann geht es aber weiter. Nur wenige bleiben ein Leben lang gesund und sterben ohne je auf weitere Solidarität angewiesen gewesen zu sein. Das Schicksal lässt eigentlich so gut wie niemanden aus. Auch die sogenannten Glücklichen, die alles haben, wird es in der Regel irgendwann treffen. Und wenn es nur das tragische Schicksal von Nahestehenden ist. Wir kommen der Schwäche alle nicht aus!

Immer dann werden wir uns bewusst, dass Egoismus nur ein Teil der Wahrheit ist, und dass wir ohne Sozialverhalten, ohne Altruismus, uneigennützige Nächstenliebe und Fürsorge in einer eiskalten und unbarmherzigen Welt leben würden. Es sind diejenigen, die ihr Leben für andere hergeben, die es für alle lebenswert machen. Sie sind es, die die Gesellschaft immer wieder kitten.

Herr Friedrich, was Sie hier an Selektion betreiben, ist gelinge gesagt durch und durch egoistisch. Sie helfen nur denen, die es eh alleine schaffen können. Die anderen beispielsweise in Griechenland lebenden, die durch Misswirtschaft und Reiche in echte Armut stürzen, überlassen sie damit vollends einem unausweichlich dem Untergang.

Wissen Sie was? Sie sollten sich was schämen, Sie scheinheiliger Christ!

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Kommentare zu: "Hans Peter Friedrich schämen Sie sich!" (2)

  1. Anonymous schrieb:

    Da ist was dran. Aber Friedrich trägt nun mal nur Verantwortung für Deutschland. Und Deutschlands Wirtschaft braucht noch gut ausgebildete junge Menschen. Also macht er nichts verkehrt. Schämen müssen sich die Griechen, die ihr Land im Stich lassen.

  2. Würdest du genauso daherreden, wenn du selbst einer der Griechen wärst, die keine Zukunft mehr sehen?

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