Neues aus der Bananenrepublik

Der bayrische Ministerpräsident Horst Seehofer hat in seiner Karriere schon so einige interessante Ideen vom Stapel gelassen. Seine jüngste allerdings könnte einer Revolution gleichkommen. Er fordert: Schafft die SPD ab, denn sie gehört zur Union!

Seehofer hat in einer gestrigen Rede die endgültige Zusammenlegung von Union und SPD gefordert. Es sei nicht weiter hinnehmbar, dass politisch vollkommen identische Inhalte immer noch konkurrieren. Das seien unnötige Kosten für den Steuerzahler und sei angesichts der horrend verschuldeten Haushalte nicht mehr zeitgemäß. Es sei ein Akt der Vernunft, die SPD abzuschaffen und in die Union zu integrieren. Damit könnte das zutiefst gespaltene deutsche Volk ein für alle mal geeint werden. Die Sozialdemokraten  hätten sich über die Jahrzehnte als zuverlässige und loyale Partner der Union  und der Konzerne erwiesen. Es sei also ein längst überfälliges Symbol  für Frieden und Einheit, wenn die SPD endlich in die Union aufgenommen würde. Er verwies dabei auf die Wiedervereinigung von DDR und BRD. Auch diese wäre niemals so erfolgreich  gewesen, wenn die DDR auf eine weitere Autonomie bestanden hätte.

Der Verband deutscher Unternehmer sieht diesen Vorschlag allerdings skeptisch. Deren Vertreter sind der Ansicht, dass der ständige Wettbewerb völlig identischer  Positionen dringend erforderlich sei, um die Wähler dauerhaft zu irritieren. Einfache Bürger wären nicht in der Lage zu erkennen, dass es längst keinen inhaltlichen Unterschied mehr zwischen SPD und Union gibt. Insofern finde immer noch eine Art Klassenkampf in den Köpfen einfacher Bürger statt. Solange die SPD als angeblich autonome Partei gilt, ist garantiert, dass immer die gleiche Politik gemacht würde. Letztendlich sei es inhaltlich doch völlig egal, welche Partei an der Regierung wäre.

Parteienforscher geben Seehofer zwar im Kern Recht, doch sei es nun mal Aufgabe der Politik, dem Bürger so was wie Demokratie vorzugauckeln. Es gäbe immer Bürger, die aus Prinzip Opposition wählen würden. Nur durch den Erhalt der angeblich eigenständige Partei SPD wären die bestehenden Machtverhältnisse dauerhaft gesichert.Wäre die SPD endgültig integriert, hätten beispielsweise linke Parteien durchaus die Chance, irgendwann doch an die Regierung zu kommen. Dies gelte es mit allen Mitteln zu verhindern.

Christian Ude sieht das ganze gelassen. „Solange die Bürger mich bei der nächsten bayrischen Landtagswahl zum Ministerpräsidenten wählen, soll mir egal sein, wie sich die Partei nennt, die ich repräsentiere.“




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