Neues aus der Bananenrepublik

Jeder Imker und jede Imkerin kommt ins Schwärmen, wenn die eigenen Bienen schwärmen. So einen Schwärmtag habe ich heute. All meine Völker haben überlebt und sind seit ein paar Tagen fleißig am Bestäuben. Die Obstbäume in meinem Dorf sind für dieses Jahr also mal wieder gerettet. 😉

Als ich heute Vormittag mein 12 Jahre altes Meerschweinchen in sein Gehege brachte, war das typische und extrem laute Bienensurren zu hören. Gleich schaute ich… und yesss…, eines meiner Völker war gerade dabei,  sich für das Große Schwärmen vorzubereiten.

Das hat mich doch etwas überrascht. So früh habe ich nicht damit gerechnet. Deshalb habe ich leider noch keine neuen Kästen vorbereitet. Aber was soll der Geiz? Dann kommt halt wieder ein anderer Imker in den Genuss meiner äußerst starken, gesunden, lieben und friedfertigen Bienen.

Meine Bienen sind so stark, weil ich sie nicht nach EU-Vorschrift behandele, sondern sie einfach ihrer Natur überlasse. Ich sorge dafür, dass die Kästen genug Abstand von einander haben, sodass sie sich nicht in die Quere kommen. Weiter schau ich, dass ihr Umfeld weitestgehend naturbelassen bleibt. Das heißt, dass ich dort nicht mähe und sie einfach in Ruhe machen lasse. Das funktioniert seit gut 15 Jahren und bestärkt mich immer mehr in meiner Überzeugung, dass die herkömmliche Imkerei, die nur auf Massenproduktion aus ist, mit den Richtlinien auf einem völlig verkehrten Dampfer fährt. Die ganze verordnete Chemie scheint in der Bilanz doch eher schädlicher, als dass sie den Bienen und den Imkern wirklich nutzt. Meine Bienen sind kräftig und gesund. Noch nie ist bei mir ein Volk gestorben, während die anderen Imker in meiner Umgebung immer mehr verzweifeln, weil sie trotz vorschriftsmäßiger Behandlung so ein hohes Bienensterben haben. Von daher gibt mir doch der Erfolg recht, oder? 😀

Zu meinem Bienen-Bericht im März

Advertisements

Kommentare zu: "2. Mai: Meine Bienen schwärmen" (7)

  1. Heinz Schindler schrieb:

    Befürchten Sie keinen Ärger mit den Behörden?

  2. Gratuliere zur hervoragenden Bienenvolksgesundheit!
    Ich werde sowas auch mal haben, Garten und Bienen, meine ich… 🙂

  3. Herr Schindler, natürlich ist der Gedanke, die EU im Nacken zu haben, nicht schön. Aber ich kam wie die Jungfrau zum Volke. Ich tat nichts, weil ich keinen Besitzanspruch habe. „Deine Bienen sind nicht deine Bienen, sie sind Geschöpfe Gottes und frei!“ Ich hab ihnen nur Raum geschaffen, den ich erweitere. Mehr mach ich nicht. Was will mir da die EU?

    @ wirrklich: Glaub mir, das freut mich sehr. Du hast – soweit ich dich kennen gelernt habe – die dafür nötige Tierliebe und Naturverbundenheit. Bienen spüren ganz genau, wenn es jemand gut mit ihnen meint. Das A und O ist es, Liebe und Ruhe auszustrahlen. Mich zum Beispiel haben sie noch nie gestochen. (Bis auf einmal, da bin ich aus Versehen barfuß draufgetreten…) Drum:Ich bin mir sicher, dass du mindestens genauso viel Freude mit diesen Wundern der Natur haben wirst, wie ich. 🙂

  4. Marie-Luise schrieb:

    Als angehende Hobby-Imkerin macht mir die Aussicht, die Bienen, die hoffentlich bald mit mir zusammen leben wollen, mit diesen ätzenden Säuren zu behandeln. Auch die „wesensgemäßen Imker“, die meine Lehrer waren, schwören, daß es ohne nicht geht.
    Jetzt dein ermutigender Bericht! Wie groß ist denn ein angemessener Abstand zwischen den Bienenbeuten?

  5. Interessante Frage. Der Abstand meiner Völker beträgt mindestens drei Meter. 🙂 Ob das damit zusammen hängt, weiß ich natürlich nicht. Ich vermute es halt. Ich möchte eigentlich nur, dass die Bienen überleben. Und da die Gifte offenbar die Harmonie stören, sollten wir schaun, dass wir ihnen natürlichen Raum bieten. Ich ernte sie ja auch nicht ab. Das, was sie sammeln, ist ihr natürliches Futter, und nicht angeblich unbedingt notwendige Zuckerwasser. Aber Imker behaupten, dass es notwendig wäre. Ich schaff nur Platz, damit sie weiterbauen können. Vielleicht überleben meine, weil ich tolle und natürlich ungespritzte Oobstbäume und eine riesige Linke habe. Ich glaub schon, dass das viele Gift das Problem überhaupt ist. Die Milben kommen nicht von irgendwo her. Dass Milleu muss passen. Ich hab hier keine… die Frage ist, warum…???

  6. Marie-Luise schrieb:

    Der Abstand macht sicher Sinn. Neulich habe ich einen Artikel von einem Schwarmkasten gelesen, der in den USA eingesetzt wird, um Schwärme anzulocken. Nur wenn sie weit auseinander liegen, werden sie von den Bienen angenommen. Also mögen sie sich nicht auf der Pelle hocken, verständlicherweise.
    Gift ist sicher ein wesentlicher Faktor. Ja, und die Bienen müssen ihren Honig behalten, um gut zu leben. Das wäre eine Revolution in der Imkerschaft.
    Was heißt: ich schaff nur Platz?
    Und verzichtest du vollständig auf Honig?

  7. Ich muss natürlich Platz schaffen und nehme ein paar Waben raus. Darum gehts mir aber nicht. Honig stapelt sich bei mir… Ich will, dass wenigstens ein paar Bienen diesen Wahnsinn überleben und natürlich bleiben. Darum geb ich ihnen nur Raum, um einfach SEIN zu dürfen. Und es ist natürlich ein Experiment. Ich komme aus einer Hobbyimkerfamilie. Und die können nicht begreifen, warum die Bienen bei mir überleben, so ohne Zucker und so… ;D

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

DER Weg zum MenschSEIN in Freiheit und SELBSTbestimmung - Die Lösung ist da, nun muss der Weg nur noch gegangen werden. - Wer geht mit?

BEWUSSTscout Alexander Schröpfer - Ich gehe DEN Weg zum MenschSEIN in Freiheit und Selbstbestimmung, weil ich diesen im Hier und Jetzt als meinen erkannt habe. Was ich auf meinem Weg erfahre, beschreibe ich hier in diesem BewusstSCOUT Blog. Alle Beiträge beginnen mit: DER Weg zum MenschSEIN,

Der Blog über Suboptimales

Suboptimales in Politik , Wirtschaft und Zeitgeschehen

Last Knight Nik

Gedanken eines Sozialdemokraten

mein name ist mensch

gegen Lohndumping, Ausbeutung, Hartz IV und gemachte Armut!! es gibt einen Weg - Solidarität ist unsere stärkste Waffe!

Religion und Gesellschaft

über Gott und die Welt

Wirrwahre Wirrklichkeit

Im Herbst sind alle Katzen Frühling

%d Bloggern gefällt das: