Neues aus der Bananenrepublik

die Zahl der Hungernden bis 2015 halbieren – dieses Ziel der Weltgemeinschaft rückt gerade in weite Ferne. Hunger und Unterernährung sind weiter auf dem Vormarsch. Eine zentrale Ursache: Investmentfonds und Banken treiben mit Spekulationsgeschäften weltweit die Preise für Grundnahrungsmittel wie Mais, Reis und Weizen in die Höhe.
Jetzt gibt es eine Chance, die Zockerei auf Kosten der Ärmsten der Armen endlich zu stoppen: Demnächst entscheiden die EU-Finanzminister, ob exzessive Spekulation auf den europäischen Agrarmärkten künftig verboten wird. Frankreich setzt sich vehement dafür ein. Deutschland hingegen – vertreten durch Finanzminister Schäuble – schweigt!
Mit einem Bürger/innen-Appell fordern wir ihn auf, gegen die Spekulation aktiv zu werden. Schäuble wollen wir bei öffentlichen Auftritten immer wieder mit Aktionen zum Handeln auffordern und unseren Appell überreichen – unterzeichnet von möglichst vielen Menschen. Machen Sie jetzt den Anfang!
Die USA haben bereits im Jahr 2010 eine strengere Regulierung der Agrarmärkte beschlossen. Nun ist es an Europa, bei der anstehenden EU-Finanzmarktreform endlich nachzuziehen: Die Anzahl der Rohstoffgeschäfte, die ein Händler tätigen darf, muss mit „Positionslimits“ begrenzt werden. Investmentfonds müssen von den Agrarmärkten komplett verbannt werden und starke Aufsichtsbehörden müssen die Maßnahmen intensiv kontrollieren.
Die Preise für Grundnahrungsmittel haben sich in den vergangenen zehn Jahren weltweit verdoppelt. Dieser Anstieg ist nicht allein auf Lebensmittel-Spekulation zurückzuführen. Aber dutzende von wissenschaftlichen Untersuchungen zeigen, dass die Spekulation ein relevanter Faktor ist. Nach einer Studie der Hochschule Bremen wurden die Preise für Getreide zwischen 2007 und 2009 durch Nahrungsmittelspekulation um 15 Prozent aufgeblasen.
Mit aller Kraft werden wir bis zur EU-Entscheidung für wirksame Hürden gegen die Agrar-Spekulation streiten – als Teil eines breiten Bündnisses. Mit dabei sind unter anderem Attac, Oxfam, Medico International, Miseror und die Welthungerhilfe.
Ob die EU-Staaten sich zu Maßnahmen durchringen, hängt auch von Ihrem Engagement an. Mit massivem öffentlichen Druck müssen wir ein Gegengewicht zu Banken und Versicherungskonzernen bilden, die mit der Spekulation ihr Geld verdienen. Unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell!
Im Nachrichtenteil erfahren Sie wie immer, was noch alles bei Campact geschieht.
Mit herzlichen Grüßen
Astrid Goltz
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1. Krautbuster: Die neue Kampagnensoftware für Initiativen, Vereine und Verbände

Krautbuster – so heißt die neue Kampagnensoftware von Campact, die wir in wenigen Monaten in Betrieb nehmen werden. Als Open-Source Software werden wir Krautbuster auch anderen Bewegungsorganisationen zur Verfügung stellen.

2. Steuerabkommen: Déjà-Vu in der Schweiz

Zum zweiten Mal reisten wir Ministerpräsident Kretschmann in die Schweiz hinterher. Dieses Mal ging es nach Bern: Vor seinem Treffen mit der Schweizer Bundesrätin übergaben wir ihm dort mehr als 90.000 Unterschriften und ein symbolisches Stopp-Schild gegen das Steuerabkommen.

3. Finanzkrise: Bauen Sie einen Damm gegen Spekulation!

Jeden Tag wächst unser virtueller Damm gegen Finanzspekulation: Schon über 3.000 Spenden für einen Sandsack sind bei uns eingegangen. Am 17. Juni wird der Damm real: Mit möglichst vielen Helfer/innen wollen wir einen riesigen Wall vor dem Eingang der Frankfurter Börse aufbauen. Noch fehlen rund 2.000 Sandsäcke für die Aktion.

4. Atomkraft: Urananreicherungsanlage Gronau schließen!

Atomausstieg? Denkste! Trotz Ausstiegsversprechen wird in der Urananreicherungsanlage (UAA) im nordrhein-westfälischen Gronau weiter angereichertes Uran für Atomkraftwerke auf der ganzen Welt produziert. Regelmäßig fahren Transporte mit der gefährlichen Fracht quer durch Deutschland. Mit einer Unterschriftenaktion fordert die Umweltorganisation Robin Wood die Schließung der Anlage.
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