Neues aus der Bananenrepublik

Unsere von mir über alles verachtete Familienbenachteiligerin Christina Schröder ist schon durch viel Mist aufgefallen. Dass sie was gegen nicht verheiratete Eltern, vor allem aber was gegen alleinerziehende Mütter hat, beweist sie regelmäßig.

Wenn es um eine Gesellschaft geht, wo tatsächlich gerechte Bedingungen durch geregelte Quote herrschen, macht die kleine Lobbyistin sowieso sofort zu. Frauen interessieren sie nicht, denn sie ist eine Frau, die tatsächlich dem Vorurteil entsprechend stutenbissig ist, zumindest dann, wenn es um Gerechtigkeit geht.

Jetzt ist ihr wieder was abgelutscht  „Neues“ eingefallen. Sie fordert auch die finanzielle Gleichstellung der Ehe, also das Ehegattensplitting für homosexuelle Ehepaare, weil auch diese nach dem wertkonservativen Lebensmodell leben und gleichermaßen gegenseitig füreinander aufkommen.

Klingt auf den ersten Blick logisch.

Ich hab aber zwei gravierende Argumente dagegen:

1. Ursprünglich sollte der steuerliche Vorteil ein Anreiz sein, um gerade Männer, die von Natur aus lieber bis 60 rumstraschwanzeln, mit dem Lockmittel Geld, doch an ihre gezeugten Kinder durch Ehe zu binden. Weiter ging es darum, die Hausfrau an das Heim zu binden und vom subventionierten Gatten abhängig zu machen. Hübsch hübsch… Heute schaut die Realität vieler Familien anders aus und es werden immer weniger Kinder geboren…

Aus diesem Fakt ergibt sich folgende Frage: Was bitte, soll das staatliche Interesse daran sein, dass Gleichgeschlechtliche, die keine Kinder zeugen können oder wollen, heiraten? Wieso soll eine überalternde Gesellschaft dieses unfruchtbare Kunstfamilienmodell auch noch finanziell bezuschussen? Es ist uns egal, ob ihr heiratet. Nicht egal ist, wenn wir Nichtverheirateten diesen Schwachsinn auch noch subventionieren müssen. Und das hat nichts mit Homophobie zu tun, sondern mit Gerechtigkeit.

2. Die Schröder redet davon, dass Ehepaare schließlich lebenslang füreinander aufkommen.

Wenn das ein Argument für Ehegattensplitting ist,  dann frag ich mich, warum unverheiratete Menschen, nur weil sie in einer Wohngemeinschaft leben und vielleicht das Bett miteinander teilen, seit Hartz4 ebenso wie Ehepaare füreinander aufkommen müssen. Und es geht ja noch weiter: Selbst wenn der unverheiratete Partner ein Pflegefall ist, wird der unverheiratete Lebensgefährte zur Kasse gebeten und darf zahlen wie ein normaler Ehepartner. Unverheiratete Paare haben also alle Pflichten der Ehepaare, aber nicht deren Vorteile. Das widerspricht sich doch total!

Was soll das ganze also? Wieso sollen die Alleinerziehenden, die Singles und  unverheirateten Paare mit oder ohne Kind nun  für Ehepaare mit oder ohne Kinder noch extra löhnen? Wie blöd ist das denn?

Wer sowas fordert, hat nicht alle Tassen im Schrank. Es stört mich schon lange, dass die sogenannten linken Parteien diese Ungereimtheiten nicht ausräumen, nur um sich bei den Homosexuellen, die in den Medien inzwischen viel Macht haben, Stimmen zu erkaufen. Aber dass jetzt ausgerechnet die Familienministerin, die auf der einen Seite alles tut, um alleinerziehenden Frauen die Hölle heißzumachen und deren Kinder kaltherzig in Armut zwingt, jetzt auch noch unter dem Deckmantel konservatives Familienbild Homopaare aus dem Steuersäckel beglücken will, ist nur noch absurd.

Ach noch was stört mich: ich sehe nicht ein, dass Ehepaare auf Kosten der Alleinerziehenden auch noch Witwerinnenrente bekommen…

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Kommentare zu: "Zur steuerlichen Gleichstellung von Homos und Heteros" (4)

  1. Anonymous schrieb:

    Kannst ja auch heiraten, wenn es dich die Ungerechtigkeit stört.

  2. Ach? Sollen wir jetzt zur Ehe gezwungen werden, weil wir anderweitig vom Staat bestraft werden? Ist ja lächerlich. Gegenfrage: Warum wird denn nicht endlich wieder die Scheidung verboten und die lebenslange Unterhaltspflicht in besonderen Fällen, dann nicht wieder eingeführt?
    Dann, aber nur dann wäre diese steuerliche Bevorzugung der Ehe gerecht. Ich bin dafür, dass derartige Vergünstigungen nur an die, die Kinder kriegen, gekoppelt werden.

  3. Anonymous schrieb:

    Naja, deine Forderungen kämen der Abschaffung der Ehe gleich. Du musst bedenken, dass Ehepaare teure Scheidungen zahlen müssen, wenn es mit der ewigen Treue schiefläuft. Dafür braucht es doch einen Ausgleich. Und wie du selbst sagst, hat Ehe den Zweck, Menschen um der Kinder willen aneinander zu binden. Viele wollen es ja und die anderen bekommen eben ein finanzielles Lockmittel. Wäre ich eine Frau, würde ich keine Kinder ohne Trauschein bekommen. Selbst wenn eine Frau bei einer Scheidung heute wieder die Arschkarte hat, hat sie wenigstens einen Anspruch auf Rentenausgleich. Das hat die ledige Mutter nicht. Im Prinzip aber hast du schon recht. Alles nicht sehr ausgewogen und zum Nachteil derer, die nicht (mehr) verheiratet sind, denn die müssen dafür steuerlich oder durch Abschläge aufkommen. Dass gesunde homosexuelle Paare ohne Kinder die gleichen Steuervorteile wollen, ist tatsächlich nicht zu rechtfertigen, solange die Alleinerziehenden so benachteiligt sind. Aber es hieß heute aus Unionskreisen, dass diese Gleichstellung einige Wählerstimmen bringen würde.

  4. Dass das nur Kalkül ist, ist eh klar. Denn das C im Namen der Union ist ja nun ganz und gar gegen die Homoehe, was ich auch falsch finde. Soll doch jeder rumheiraten wie er will. Aber bitte nicht subventioniert, wenn es keinen Grund wie Kinder oder Pflegefall gibt.

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