Neues aus der Bananenrepublik

Verrückte Welt – denkt ein jeder
und meint natürlich seine Sicht
doch passt die eigene oft
wieder einem andren nicht
jeder sieht mit andren Augen
trägt in jedem Blick sein eigen Schicksal mit
ist gewohnt in seinen Bahnen
und nutzt für Scherben eignen Kitt
Ach Vase, sag mir doch nur eines
wann und wo bist du gebrochen
doch Vase will kein Antwort geben
Nur ein Scherblein hat zu mir gesprochen
War einst Teil des Ganzen mal
sprach Worte nur aus einem Guss
Nun ein Dasein als 1000 Splitter nur
ist wahrlich kein Genuss
Scherbenhaufen, was soll ich machen
soll ich dich zusammenflicken
kannst du dann Blumen wässern
oder sie nur in die Wüste schicken
Kitt an Scherben: Seid gegrüßt
wo sind die vielen kleinen Teile
an denen ich mich nun probier
und ja, es dauert eine Weile
Scherbe an Kitt: vergiss den Traum
Was gekittet ist, zeigt immer Risse
wird nimmer werden was es war
auch wenn ich andre Scherben küsse
Vase an Kitt und Scherben
Ihr könnt gern doktern, keine Frage
doch dahin ist mein Leben voller Sinn
und damit vorbei die guten Tage
Scherbe klein wirkt wie ne Träne
bei rechtem Licht die andren auch
mein warmes Herz könnt das berühren
erst Recht, wenn ich ne Vase brauch
Dann geh und kauf dir doch ne Neue
du untreu Luder, sagt arm Splitterding
Es reicht dir wohl noch nicht
dass ich bereits gebrochen bin
Ach was sag ich zu meiner Schaufel
auf die ich nun die Scherben kehr
das ist nun mal des Lebens Lauf
es kommen immer neue Vasen her

Foto von meinem Balkon aus. Diese Linde ist ein Traum, nicht nur bei untergehender Sonne. Ein Gefäß für unzählige Tiere… auch öfter mal für mich.

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Kommentare zu: "Gedicht: kommen, gehn, drehn, verstehn" (5)

  1. maggi-1 schrieb:

    Grausam. Die armen Scherben. ;( Aber schönes Gedicht. Hast Talent!

  2. Simone schrieb:

    Fein, fein. Ist das ein zerbrochene Liebe-Gedicht?

  3. Danke, maggi und Simone. Freut mich, wenn es euch gefällt. Nein hat nix mit der Pärchen-Liebe zu tun, auch wenns sich so liest. Meine Liebeswelt ist heile. Hier gehts mehr um mein Treiben im Netz. Da hab ich binnen kurzer Zeit gleich zwei Cuts gemacht. Vorbei ist vorbei. Da nützt kein Weh und Ach und Klagen. Und die, die es sich wert sind, finden sich auch woanders wieder. 😉

  4. schließe mich der allgemeinen meingun an: das gedicht kann was. schöne bildsprache gefunden.

  5. Wenn du das sagst, muss es ja stimmen. 😉 Obwohl ich schon wieder selbst was zu nörgeln hätte… wenn ich ein Nörgelkopf wäre…

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