Neues aus der Bananenrepublik

Leutz, dass der Knaller nicht ganz sauber ist, müsste und könnte eigentlich jeder wissen. Der Mann säuft wie ein Loch, nuschelt ständig unverständliches Zeug rum, und hat politisch Vorstellungen, die sein Nuscheln als das bestätigen, was es vermuten lässt… Ganz dicht ist er nicht. Brüderle schreit also ganz offensichtlich, und das wohl schon immer, oben wie unten nach Inkontinenzmaterial.

Doch huch, was ist das? Eine nicht mehr ganz junge, aber eben deutlich jüngere Journalistin geht tatsächlich ein Jahr mit diesem Kerl, oder vielmehr seinem Genuschel schwanger, und gebiert einen Artikel, der die Auflage der Sterns so hochschrauben lässt, dass die Quartalsbilanz gerettet sein dürfte. Gut für Werbung… gut fürs Geschäft.

Auf der anderen Seite fragt man sich, warum der Artikel gar so hypt. Ist doch etwas seltsam, dass etwas, das jeder weiß, plötzlich quasi wie ein Tabubruch rüberkommt. Ala: Man darf wohl nicht mal mehr die Wahrheit sagen, ohne dass alle Männer gleich völlig verunsichert sind und nun Bodyguards brauchen, um mit einer Frau im Lift zu fahren.

Das ganze hat schon etwas Skrurriles. Wir alle, also jede Frau, die nicht ganz abstoßend rüberkommt, kennt doch das geile Gedackel von solchen Kerlen. Sie werden alt, halten sich aber für unwiderstehlich. Davon sind sie überzeugt, denn schließlich redet man Männern wie Frauen ein, dass Frauen auf Macht und damit männliche Dominanz abfahren, und ihr nicht widerstehen können.

Leider oder Gott sei dank ist das bestenfalls die Halbe Wahrheit. Ich beispielsweise bin für dieses Klischee so anfällig, wie für wochenlange Lustparties mit Millionen Stechmücken. Mich widern diese Charaktere einfach nur an. Und da bin ich wahrlich nicht die einzige.

Die Tatsache, dass man uns ständig über die Medien, über seltsame Umfragen oder Studien erzählt, dass wir Frauen, nur weil wir Frauen sind, alle so äußerlich, so oberflächlich, so niedertriebig, gierig und berechnend sind, mag schon auch die eine oder andere Mitläuferin erzeugen. Wer sich von Mode leiten lässt, glaubt auch so einen Scheiß. Sich dadurch gerechtfertigt mit dem Ausspielen weiblicher Reize Vorteile im grausamen Wettbewerb mit Nebenbuhlerinnen zu verschaffen, scheint aber bei vielen zu einem gesellschaftlichen Muss verkommen zu sein. Glücklich aber sind dabei nur die wenigsten. Die Frage ist also, warum Männer wie Frauen sich einreden lassen, dass wir auf so Typen wie Brüderle abfahren würden. Da liegt doch die Crux.

Klar, es gibt Frauen, die dafür anfällig sind. Genauso viele, wie es Männer gibt, die sich über den Besitz! oder die Eroberung solcher Frauen definieren. Je dümmer und äußerlicher das Weibchen an seiner Seite, desto stärker fühlt er sich, der tolle Hengst. Ja, solche Männer gibts. Na und? Jedem schrägen Topf sein schräger Deckel.

Um an den Anfang zurückzukehren: Ich versteh nicht, warum das jetzt plötzlich so aufgebauscht wird. Viele Frauen formieren sich im Netz zur Behauptung ihrer Würde und damit ihrer selbst, beschreiben sich sicher auch in Teilen zurecht als Opfer von sexualisiertem Machtmissbrauch, oder mutieren zur kampferprobten Antifeministin und reinen Männerverteidigerinnen. Männer wiederum demonstrieren entweder den Frauenversteher oder positionieren sich als noch viel ärmeres Opfer und heulen uns einen ab, ob der Macht und Böswilligkeit der Frauen.

Wäre cool, wenn wir aus dem Thema mal etwas die Luft rauslassen. Allein die Vorstellung, dass wir bald auch noch ein Flirtverbot verordnet bekommen, zeigt wie überdreht die ganze Geschichte ist. Ich fände es sehr traurig, wenn wir wieder zur vollkommenen Prüderie zurückkehren, weil sich damit bestimmte Charaktere, in der Regel eher die völlig Humorlosen, durchsetzen und uns eine politische Korrektness aufzuwingen, die über das gesunde Maß aber mehr als weit hinausgeht.

Flirten ist, solange es nicht die Grenzen zur Erniedrigung, Nötigung, Machtmissbrauch, Manipulation oder echter Belästigung überschreitet, was Wunderschönes. Lasst die Brüderles doch quatschen. Wenn er uns ungenehmigt, unsittlich anfasst, soll er uns mal verklagen wegen der saftigen Ohrfeige, die er sich damit verdient.

Fragt euch doch eher, warum junge, gut ausgebildete Frauen so blöd oder auch stutenbissig sind, und medienwirksam gegen die dringend gebotene Frauenquote in den führenden Etagen reden. Das ist doch das eigentlich Interessante… Das Pferd von hinten aufziehen, bringt nix… auch nicht, wenn wir es unendlich oft probieren. Oder seh ich da was falsch?

Hübsche Törtchen. Doch was sagen uns die? Es gibt weder den Mann, noch die Frau. Wir alle sind Individuen. Und nur weil es hipp ist, immer dem Trend hinterherzuhecheln, um auch ja hipp zu sein, sind wir noch lange nicht das, was man uns gerne einreden möchte. Wer nicht will, dass der Geschlechterkrieg uns vollends den Garaus macht, sollte tunlichst lassen, das andere Geschlecht in eine Ecke zu drängen. Damit tut man sich selbst und dem anderen weiß Gott keinen Gefallen.

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Kommentare zu: "nun mal mein Wörtchen zu Brüderle" (2)

  1. Anonymous schrieb:

    Du sagst es! Toller Artikel.

  2. Dankeschön. Aber: Schad, dass ihr Anonyms so gern namenlos anonym bleibt… 😦

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